
kenne deinen Feind - Das Buch findet einen anderen Weg um Karriere zu beschreiben.Der dokumentarische Stil mit der eingebauten Mentorfunktion liest sich flüssig und interessant.Sicher sind das nicht meine Methoden, die da beschrieben werden.Aber, wer sich nicht mit der Materie auseinandersetzt wird leicht Opfer solcher Vorgehensweisen. In diesem Sinne ist das Buch sehr lesenswert.Die Wertung und Schlussfolgerungen werden dem Leser überlassen, was ich als besonderes Highlight empfinde.Sicher wird sich der ein oder andere wiedererkannt haben. Aber wahrscheinlich ist auch das Ziel des Autors.FaziT: Willst du deinen Feind (Kollegen?, Mitbewerber? etc.) kennen? Dann viel Spaß beim lesen!
Alles, was man wissen sollte! - Aus der Sicht des Durchschnittsangestellten muten zumindest einige der Ratschläge auf den ersten Blick zweifellos zynisch bis unmenschlich brutal an. An der Spitze großer Unternehmen finden sich aber keine Durchschnittsangestellten - denn dann wären sie ja kein Durchschnitt. Und die ungeschriebenen Regeln im Dschungel der Wirtschaft werden bekanntnlich nicht von denen am unteren Ende der Nahrungskette durchgesetzt - im Gegenteil, wer hier auffällt, wird zuerst gefressen. Gerade in Zeiten, in denen es immer weniger zu verteilen gibt, ist die Kenntnis der Mechanismen der Macht also wärmstens zu empfehlen. Wer meint, dass es im Kriegsschauplatz Arbeitswelt gesitteter und fairer zugeht als im Buch geschildert, träumt noch - oder ist schlicht blind.
Ein kluges und spannendes Buch - Das Buch ist kurzweilig zu lesen: das Autoren-Team beschreibt in einer Mischung von Ratgeber und Ich-Erzählung die Mechanismen, mit denen eine Karriere gemacht wird. Bisweilen bitter ironisch, doch niemals mit erhobenem Zeigefinger wird die Zweischneidigkeit des Themas Karriere herausgearbeitet.Das Buch hat mir so gut gefallen, daß ich es in einem Zug durchgelesen habe. Wer mit größeren Unternehmen zu tun hat, kennt den einen oder anderen Karrieristen oder hatte schon mal mit ihm zu tun. Indem das Handwerkszeug des Karrieristen dargelegt wird, ist es leichter zu erkennen und zu durchschauen. Das Buch ist kein Ratgeber, wie man Karriere macht. Aber es enthält doch die eine oder andere kleine Weisheit, mit der man sich auch innerhalb eines Großunternehmens in ein besseres Licht rücken kann.
Timm Thaler für Führungskräfte - Timm Thaler oder das verkaufte Lachen von James Krüss war mein liebstes Kinder- und Jugendbuch. Timm Thaler, der sich als armes Waisenkind nach einem Leben in Wohlstand und Anerkennung sehnt, verkauft dem Teufel sein Lachen und erhält dafür die Fähigkeit,jede Wette gewinnen, was ihn zu einem reichen und zugleich unendlich armen Menschen macht. Die unterhaltsame Mischung aus Roman und Fachbuch in Wahnsinnskarriere berichtet von einem Kontrakt, der so ähnlich ist wie der, den Timm Thaler mit dem teuflischen Baron Lefuet eingeht. Die Autoren beschreiben konkret, wie man auf der Karriereleiter zügig nach oben kommt. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass der Karrierist einen (teuflischen?)Kontrakt eingeht, für den er mit der Qualität von Beziehungen, Integrität und seiner Persönlichkeit bezahlen muss. Wie aktuell und realitätsnah sie damit an der work-life-Bilanz ausgebrannter Führungskräfte schreiben, belegt die Tatsache, dass das Buch in meinem Umfeld als Managementberaterin DER Geheimtip unter Führungskräften ist! Die Autoren überlassen es dem Leser, ob er das Buch als Karrieresteigbügel oder als Aufforderung zum Ausstieg versteht. Mit dieser gedanklichen Freiheit muss der ratgebergewohnte Fachbuchleser natürlich umgehen können. Möglicherweise erklärt dies die Polarität im Urteil der jüngsten Rezensionen...
Schreiben Sie hinter jedes Kapitel den Namen eines Kollegen! - Das Buch hat mie sehr geholfen jene zu entlarven, die über meinen Rücken nach oben klettern wollen. Und es hat mir geholfen zu verstehen, was mit mir passiert. Einmal sollte ich gemäß der Regel Nageln Sie einen Mitarbeiter öffentlich ans Scheunenentor vor versammelter Mannschaft zurechtgestutz werden. Statt in Angstschweiß auszubrechen bin ich cool gelieben, weil ich wusste, das weder meine Person noch meine Arbeitsergebnisse in der Kritik standen. Mein Chef hatte keinen Spaß an der Aktion und ich war nie wieder Opfer. Arbeite nie selbst am Computer - das wird heute keiner mehr wirklich durchalten können, der noch auf dem Weg nach oben ist. Ich bekomme deutlich mehr emails als Briefe und muss auch auf diesem Wege - auch an Cheffs - zurückkommunizieren. Aber muss unbedingt ich es sein, die in der Powerpointpräsentation den letzten Schliff anlegt, bevor sie dem Management präsentiert wird? Blödsinn. Dadurch wird man nicht berühmt, da hat der Autor schon recht.Ich habe dieses Buch vor fünf Jahren das erste mal gelesen. Kollegen haben es mir empfohlen und wir haben uns das Spiel gemacht ersteinmal jeder für sich zu jedem Kapitel einen Kollegen zu bennen, den alle von uns kennen. Dann haben wir uns beim Griechen getroffen, die Namen verglichen und herzlich über die Übereinstimmungen gelacht! War das ein Spass!!! Probieren Sie es doch einfach auch mal aus!