
Sehr hilfreiche Tipps für viele Berufsgruppen - Das Buch hat mir in der Bewerbungsphase sehr geholfen. Svenja Hofert gibt Tipps dafür, wie man eine Bewerbung aufpeppt ohne damit zu übertreiben. Sie macht Mut dazu, ein Anschreiben auch einmal unkonventioneller und zeitgemäßer zu formulieren und empfiehlt eine schlüssige Gliederung, auch im Layout. Letztendlich - das macht sie aber auch deutlich - muss jeder diese Tipps auf seine Person ummünzen, um authentisch zu bleiben. Das ist ein Punkt, der das Buch meiner Meinung nach von anderen Bewerbungsratgebern abhebt. Das Buch macht Mut, eine individuelle Lösung zu finden und keine vorgestanzten Redewendungen, Layoutideen oder sonstiges aus Ratgebern zu übernehmen. Das erfordert natürlich auch mehr eigenes Engagement.Das Buch ist übersichtlich und lesefreundlich aufgebaut, ist daher auch gut lesbar für Menschen, die normalerweise nicht gern Ratgeber in die Hand nehmen.Um die eigene Kreativität bei der Jobsuche zu öffnen und Klarheit über seine beruflichen Ziele zu bekommen, empfiehlt Hofert u. A. auch die Methode des Brainstormings und des Mind Mappings. Gut nutzbar sind auch die Tipps zur Jobsuche beim Aufspüren des verdeckten Arbeitsmarktes.
Nichts für kreative Berufe - Ich war ehrlich enttäuscht von diesem Buch. Als Mediengestalterin ist das Buch unbrauchbar. Die Beispiele sind in Word unter Nichtbeachtung sämtlicher Gestaltungsregeln gesetzt. Auch die Texte lassen mehr als zu wünschen übrig. Größtenteils habe ich mich einfach nur amüsiert. Da werden Cliparts als kreativ angepriesen und Fließtext ohne Form als innovativ, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der Informationstext ist ja noch ganz brauchbar, erzählt aber auch nichts neues. Wenn man in einer kreativen Branche arbeitet, weiß man schließlich, dass man sich in seiner Bewerbung als Produkt vermarkten sollte. Ich kann nur raten, die Finger von diesem Buch zu lassen, wenn man in der Kreativbranche tätig ist.
Anregungen, keine Kopiervorlagen - Mit guten Zutaten kann einfach weniger schief gehen. Das ist bei einem Bewerbungsratgeber nicht anders als beim Kochen. Es liegen also bereit: Das Konzept der bewährten Praxismappen aus dem Haus Eichborn, eine engagierte Verfasserin mit langjähriger Erfahrung in Bewerbungsstrategien, ein schönes und zum Arbeiten motivierendes Layout und eine Sammlung origineller Beispiele. Schon lange im Geschäft zu sein, kann zu Abnutzungserscheinungen führen. Aber bei Svenja Hofert ist davon nichts zu spüren, obwohl sie mit ihrem Ansatz schon für Aufmerksamkeit sorgte, als ich noch selber in diesem Business war. Und das war immerhin vor gut zehn Jahren. Damals fehlten mir allerdings in solchen Ratgebern noch die deutlichen Hinweise, dass die Beispiele nicht als Kopiervorlagen verwendet werden sollen. Denn nichts ist peinlicher als gleich anders zu sein wie andere. Im Zweifelsfalle lieber Standard als fremdgesteuerte Originalität. Wer diese Regel nicht befolgt, darf die Fehlschüsse dann bestimmt nicht Svenja Hofert anlasten.Diesen Bewerbungsratgeber empfehle ich auch gerne weiter, weil er so kompakt ist und trotzdem alles enthält, was zum Projekt Stellensuche gehört. Nebst motivierenden und anregenden Beispielen findet der Leser also auch die bewährtesten Tipps, wie er Stelleninserate interpretieren soll, wann eine Initiativbewerbung angesagt ist, was in einen Lebenslauf gehört, welche Besonderheiten im Internet zu berücksichtigen sind, wo man seine Fotos machen lassen soll, wie Vorstellungsgespräche besser gelingen und welche Zielgruppen wie angesprochen werden wollen. Wie stark dieses Buch auf die Praxis ausgerichtet ist, zeigt vielleicht am besten das kurze Kapitel Kreative Bewerbungen für Arbeiter und Handwerker. Während Schreibtischtäter kaum einen Unterschied zwischen den verschiedenen Arbeitgebern machen, warnt Svenja Hofert klar davor, sich die Stelle bei einem Schreinermeister mit einer Überdosis Originalität zu versieben. Mein Fazit: Die Praxismappe für die kreative Bewerbung ist zu Recht ein Longseller. Schön, dass Svenja Hofert die Neuauflage so gründlich aktualisiert und überarbeitet hat. Hält man sich an den Ratschlag, die Beispiele als Anregung und nicht als Kopiervorlagen zu sehen, hat man gute Chancen, die Konkurrenz hinter sich zu lassen.
Praxismappe für die kreative Bewerbung - Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen. Allerdings bedarf es etwas Mut, das gelesene auch umzusetzen. Ich selbst bin Trainerin u.a. für Bewerbungstraining und meine Teilnehmer können es anfangs oft nicht glauben, dass man so ausgefallene Anschreiben und Bewerbungsfotos benutzen kann. Da ich schon seit Jahren solch kreative Bewerbungsunterlagen mit meinen Teilnehmern erstelle und positive Rückmeldungen erhalte, gebe ich gerne folgenden Spruch mit auf dem Weg: Wir haben das Wissen von Riesen und den Mut von Zwergen. Soll heißen, seien Sie ruhig etwas mutiger und besorgen Sie sich diese Praxismappe.
Erfolg garantiert!? - Ansprechende Anregungen. Optimal um Denkanstöße zu erhalten, nichts für Menschen die Fachlektüre schlicht kopieren.Die Autorin schreibt im Vorwort, dass davon auszugehen ist, dass nach ca. 10 Bewerbungen (im neuen Stil) eine Einstellung erfolgt! Das habe ich doch glatt ausprobiert ... und es hat funktioniert. Auch einige Freunde von mir, die ihre Unterlagen aufgrund des Buches umgestaltet haben, konnten viel positives Feedback bei Vorstellungsgesprächen einheimsen. O-Ton ... Ihre Unterlagen fanden wir sehr ansprechend ...Probiert es aus, es lohnt sich.