Job-Karriere : Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung

Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung

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Es ist 14 Uhr. Eigentlich wollten Sie mit dem Konzept schon viel weiter sein. Aber dann kamen dieses Meeting, die übliche E-Mail-Flut und die Wochenendberichte der Kollegen. Sie denken, daran ließe sich nichts ändern? Irrtum: Es gibt einen Weg aus dem Bürosklaventum - hin zu einer produktiveren und freudvolleren Arbeitsweise. Morgen komm ich später rein begleitet seine Leser bei den ersten Schritten in eine Easy Economy, bei der es um Effizienz und Zufriedenheit statt um Anwesenheit und Kontrolle geht. Zu bestimmten Zeiten an einem festen Arbeitsplatz zu sein, hat seinen Sinn - z.B. in industriellen Produktionszusammenhängen oder bei Dienstleistungen, wie sie Ärzte oder Floristen erbringen. Doch solche Arbeitssituationen werden seltener. In unserer Wissensökonomie geht es immer öfter darum, für komplexe Aufgaben innovative Lösungen zu entwickeln. Und Firmen wie Google oder IBM haben längst erkannt, dass ihre kreativen Mitarbeiter meist selbst am besten wissen, wann und wo sie die richtigen Ergebnisse erzielen. Was viele Selbstständige bereits tun, sollte, so die Überzeugung des Autors, auch für Angestellte zur Selbstverständlichkeit werden. Wer beim Rudern die besten Einfälle hat, kann am Montagmorgen erst mal ins Boot steigen. Wer in seinem Entwicklungsprojekt nicht weiterkommt, kann am Mittwochnachmittag zwei Stunden durchs Museum schlendern, um dann am Abend neuen Schwung in die Sache zu bringen. Und wer auf Zugfahrten am kreativsten ist, der macht seine Dienstreise von Hamburg nach Zürich eben mit der Bahn, auch wenn sie knapp acht Stunden dauert. Das Ergebnis zählt - egal, wo und wann es erreicht wurde. Natürlich hat diese größere Freiheit ihren Preis. Wer am Montag den Kindergeburtstag feiern möchte, muss am Samstag vorher die Präsentation mit dem Chef durchgehen. Und wer am liebsten unterwegs arbeitet, muss gut erreichbar sein - womit ein weiterer Faktor ins Spiel kommt: die richtige Technologie. Denn Voraussetzung für ein örtlich und zeitlich freieres Arbeiten ist ein funktionierendes mobiles Büro. Doch dieses einzurichten, dürfte in der Regel leichter sein, als sich selbst und seinem Arbeitgeber die Verhaltensweisen des Bürosklaventums abzugewöhnen. Denn die Easy Economy funktioniert nur, wenn die Abläufe und Rahmenbedingungen stimmen und abgestimmt sind. Aber dass es sich lohnt, diese kleine Revolution in Angriff zu nehmen, macht dieses Buch auf ebenso unterhaltsame wie eindringliche Weise deutlich. Und wenn Sie gleich loslegen möchten, fangen Sie doch z. B. damit an, Ihre E-Mails nur noch alle paar Stunden abzurufen. Gar nicht so einfach... -- Roland Große Holtforth, Literaturtest

Arbeiten Sie doch wo Sie wollen und wann Sie wollen - Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der FestanstellungWer wissen möchte, wie wir in Zukunft arbeiten werden, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Markus Albers beschreibt in vielen Szenarien wie unser Büro-Alltag sich bereits verändert hat und welche Möglichkeiten sich für jeden einzelnen dadurch bieten.Ein neues Denken macht neue Arbeitsweisen und vorallem -zeiten möglich. Die stete Möglichkeit der Erreichbarkeit ist nicht nur ein Fluch. Denn wenn sie klug eingesetzt wird, durch Nutzung bereits vorhandener Technik, kann sie zum Segen werden und uns erlauben, ein um ein vielfältiges mehr selbstbestimmteres Leben zu führen.Viel mehr Jobs können zu einem großen Teil von überall her erledigt werden. Die Anwesenheitspflicht verkommt immer mehr zu einem Überbleibsel aus alter Zeit und dem Festhalten notorisch ängstlicher Vorgesetzter, der Mitarbeiter könnte seinen Job nicht korrekt machen, wenn er nicht unter Überwachung steht. Das ist sehr plakativ ausgedrückt und entbehrt doch nicht dem berühmten Wahrheitskern.Wenn Sie gern mehr darüber wissen möchten, wie es mit einfachsten Mitteln möglich ist, den Arbeitsplatz an jeden Ort zu verlagern, dann sollten Sie dieses Buch lesen. Es wird Ihnen jede Menge Ideen dazu mitgeben.

Die Vorteile des mobilen Arbeitens - Der Journalist Markus Albers bricht eine Lanze für alle Arbeitnehmer, die lieber von zu Hause oder unterwegs aus arbeiten möchten, statt tagein, tagaus auf dem gleichen Bürostuhl zu hocken. Man merkt, dass das mobile Arbeiten dem Autor eine Herzensangelegenheit ist. Ausführlich und engagiert schildert er seine eigenen Erfahrungen. Zudem hat er intensiv recherchiert und lässt zahlreiche Unternehmer und Freiangestellte zu Wort kommen, die die Arbeitsweise des neuen Jahrtausends bereits praktizieren. Auch begleitende wissenschaftliche Studien, soweit vorhanden, lässt Albers nicht aus. Er kommt zu dem Fazit: Die Vorteile für alle Beteiligten überwiegen eindeutig eventuelle anfängliche Schwierigkeiten. Daher empfiehlt getAbstract dieses lebendig und anschaulich geschriebene Buch Arbeitnehmern und Arbeitgebern, Personalmanagern und Beratern, die zu neuen Ufern aufbrechen wollen.

Work in progress - Das wird ein hartes Stück Arbeit. Die von Markus Albers vorgestellten revolutionären Arbeitsmodelle werden Chefs mißtrauisch machen, Angestellten die vorher klar geregelte Freizeit versalzen und Buchhaltern an neuartigen Zeitabrechnungen verzweifeln lassen.Zumindest werden so die Vorwürfe von denen lauten, die es schon unmöglich fanden, dass Geschäfte abends öffnen oder Handwerker am Samstag vorbeikommen.Aber die Vorteile sind so groß, die Aussichten auf gesteigerte Leistungsfähigkeit und bessere Freizeit so gewaltig: Die neuen Visionen des Arbeitslebens müssen sich einfach durchsetzen.Klasse, dass einer den Beginn dokumentiert hat und die Richtung vorgibt!

Eindrucksvolle Beispiele - Sicher liegt es nicht jedem Angestellten, in die Selbstständigkeit zu wechseln, und sei es auch nur für einen Tag in der Woche. Sich selbst in den Hintern treten, Projekte anschieben, eben nicht laufend im Internet surfen, weil der Chef einem ja nicht im Nacken sitzt: Das muss man lernen. Aber genau das kann man, wie Markus Albers in seinem Buch eindrucksvoll analysiert - und an Möglichkeiten mangelt es inzwischen auch nicht. In zahlreichen Beispielen zeigt er auf, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern mehr Freiheiten einräumen. Die kleinen elektronischen Helfer machen inzwischen möglich, was während der New Economy erdacht wurde aber zu selten umgesetzt werden konnte. Die gute Nachricht dabei: Man tritt nicht bloß als Bittsteller auf, wenn man seinen Chef fragt, ob man einen Teil seiner Arbeit zu Hause, am Strand oder im ICE auf dem Weg zu seiner Wochenendbeziehung erledigen kann. Firmen sparen Büroplätze ein, können ggf. selbst flexibler auf Kundenwünsche reagieren, und die Kollegen sind ganz anders motiviert. Zeit ist heute neben Geld ein Luxusgut, und wer weitgehend frei darüber verfügen kann, geht wesentlich fokussierter an seine Arbeit und denkt und handelt wie ein eigener Unternehmer. Und das kann nur im Sinne eines Chefs sein.

Hilfe zum andersdenken - Wieviel Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir im Büro? Auf jeden Fall zuviel. Wir werden, so die erschreckende Analyse von Markus Albers, für Zeit bezahlt und nicht für Leistung. Aber ist diese verhockte Zeit für unseren Arbeitgeber auch ökonomisch sinnvoll? Nein. Ändern tut sich trotzdem nichts. Dass sich aber sehr viel ändern muss, wird durch die Lektüre von Morgen komm ich später rein deutlich. Gut, dass der Autor zahlreiche Alternativen zur seltsam aus der Zeit gefallenen, spätindustriellen Büro-Tristesse aufzeigt. Nicht jeder will als Expat mit Laptop um den Globus mäandern. Auch im Büroleben der Jetztzeit kann, wie Albers zeigt, sich vieles ändern. Telearbeit ist nur ein Beispiel. Die im Buch aufgeführten Beispiele (IBM, SAP) machen Mut. Bleibt die Frage, in wieweit die oft noch vom Beamtenethos geprägt deutsche Bürokultur für Revolutionen empfänglich ist. Das Gefühl aber ist: Es muss sich etwas ändern. Hat nicht jede Revolution so angefangen?




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