
nur bedingt zum Selbststudium geeignet - Das Buch ist nur bedingt zum Selbsstudium geeignet, da es zu wenig Hintergrundwissen vermittelt. Zudem fehlen Musterlösungen für Selbstlerner, die für einen sichtbaren Lernerfolg unverzichtbar sind.Die einzelnen Themengebiete werden zu oberflächlich behandelt.Es wird zwar Fachwissen vermittelt, dies jedoch viel zu knapp.Ich hätte mir eine ausführlichere Beschreibung der Vorgehensweise gewünscht und selbstverständlich auch Musterlösungen.Daher kann ich dieses Buch lediglich in Verbindung mit Vorlesungen oder Unterricht/ Ausbildung empfehlen.Für mich war es aus besagten Gründen leider ein Fehlkauf.
Das Streben nach Glück ist immer nur Streben - Aber wann war Glück je der Gegenstand des Erzählens? Das Streben danach ist immer nur dies - ein Streben. Schreibt John Updike in einer bemerkenswerten Einführung zu diesen Erzählungen. Schon alleine wegen dieser ist das Buch empfehlenswert. In diesem Band sind Short-Stories aus der Anfangszeit einer großen Schriftstellerkarriere über einem Zeitraum von 1953 bis 1975 versammelt. Updike: Der Stand der Technik, der sich in diesen Geschichten spiegelt, ist der einer Zeit, als Automatikgetriebe eine Neuheit der Autoindustrie waren und Abtritte im Hinterhof in ländlichen Gegenden normal, sie enden kurz vor der Ankunft der PCs und der allgegenwärtigen Mobiltelefone. Nachdem mich sein letzter Roman Landleben besonders wegen seiner ewigen, freudlosen sexuellen Beschreibungen gelangweilt hat - da nützt auch Erzählkunst auf höchstem Niveau nichts - habe ich mit großem Vergnügen diese Kurzgeschichten gelesen. Mit besonderen Worten, Sätzen, beschreibt Updike die Wünsche, Ängste, Hoffnungen, Enttäuschungen und die eher seltenen Glücksmomente seiner jungen Protagonisten, in denen sich wohl auch immer ein wenig von ihm finden lässt. In diesen jungen Menschen ist das Leben als funkelndes Versprechen spürbar. Dass es im Laufe der Zeit verblassen wird, können sie sich auch in schwierigen Zeiten nicht wirklich vorstellen. Ihre rührende Jugend schützt sie. Da gibt es Sätze, die wie Kostbarkeiten aus den Seiten ragen. Sätze wie Eine Scheune ist bei Tag eine kleine Nacht und das Wort Lichtsplitter in der Story Taubenfedern, in dem der kleine David nirgendwo Halt in seiner Angst vor dem Tod findet. Bis er in der Betrachtung der mannigfaltigen Zeichnung von Taubengefieder zu der Erkenntnis gelangt, dass es Gott geben muss und er damit vor dem ewigen Nichts gerettet ist. Wer sonst als Gott hätte sich damit so viel Mühe gegeben? Oder die Geschichte des jungen Mannes, der bei einem Wettbewerb verliert und zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, eine Demütigung im Körper einer Frau zu begraben.Es sind wunderbare Geschichten, mit Redewendungen, die zu Herzen gehen und einen ganzen Kosmos erschließen können. Ich bin froh, dass diese Sammlung seiner Geschichten erschienen ist. Nicht deshalb, weil ich sie loben kann. Das Loben von Updike ist keine Kunst. Alle machen das, sogar die professionellen Kritiker sind sich meist einig, dass er zu den ganz großen, bedeutenden zeitgenössischen amerikanischen Schriftstellern zählt, vielleicht sogar DER größte ist. Das ist mir egal. Ich freue mich, weil mir dieses Buch wieder einmal ganz deutlich zeigt, warum ich seine Bücher so sehr mag.Helga KurzP.S. Meine Ausgabe hat ein anderes Titelbild und variiert auch im Untertitel: Frühe Erzählungen 1. Es dürfte sich aber genau um dieses Buch handeln. Die 1 weckt Hoffnung auf Fortsetzung!