
Moderner Ratgeber - Das größte Manko dieses Buches muß man gleich zu Beginn erwähnen und ist auch auf den ersten Blick erkennbar. „Kinder, Krisen und Karriere - Junge Frauen heute ist sicherlich ein Titel der nicht jeden Leser gleich zum Erwerb dieses Buches animiert. Sollte man sich dennoch zum Kauf durchgerungen haben wird man allerdings auch nicht enttäuscht werden. Die Autorin macht eine Bestandsaufnahme 20 Jahre nach der emanzipatorischen Bewegung in den 70er Jahren. Zu Wort kommen in einem dokumentarischen Schreibstil mit eingestreuten Interviewpassagen Frauen der 90er Jahre. Von der jungen Schülerin über die Hausfrau bis zur akademisch ausgebildeten Ingenieurin finden alle Altersgruppen und Schichten ihre Erwähnung. Was ist übriggeblieben von den Wertvorstellungen der damaligen Zeit, welche Erwartungen haben junge Frauen heute und wie stehen ihre Chancen dazu? Diese Fragen stellt die Autorin den ausgewählten Frauen und gibt nebenbei Rat und Hilfestellung zur Problemlösung. So kann dieses Buch auch als Entscheidungshilfe dienen, indem der oder die Leser(in) sich mit bestimmten Personen des Buches identifizieren kann und deren Lebensweg eventuell als Beispiel nimmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Bestandsaufnahme der Lebenssituation von jungen Frauen heute - Wenn Werke zu soziologischen Themenstellungen immer so unterhaltsam geschrieben wären wie Roland-Schellacks Buch über Wünsche, aber auch Probleme junger Frauen heute, könnte ich mir glatt überlegen, dieses Fach in einem Zusatzstudium zu belegen. Auf sehr gut lesbare Art und gleichzeitig dennoch Qualitätsanforderungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen berücksichtigend zeichnet die Autorin eine sensible Studie über die Befindlichkeit ihrer jun-gen Geschlechtsgenossinnen in den 90er Jahren. Vieles wird thematisiert: von gesetzlich fest-geschriebener Gleichstellung, Leben mit Kindern, der Situation von Frauen in der Wirtschaft über Frauen in Männerberufen und alleinerziehende Mütter bis hin zu Brüchen in weiblichen Biographien. Am Schluß wendet sich die Autorin wieder ihrer eingangs gestellten Frage zu, nämlich, was ihre Ergebnisse für das Selbstverständnis von Frauen in den 90er Jahren bedin-gen, und kommt zu interessanten Analysen. Basis für Roland-Schellacks Veröffentlichung sind fast 100 Interviews sowie Publikationen anderer Autoren. Ein interessantes Buch für Frauen nach über 20 Jahren Frauenbewegung, aber auch für Männer, die sich trauen, auch mal über den Tellerrand ihrer Männerwelt zu blicken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)