
Der Klassiker der psychologischen Literatur - Das Konzept der emotionalen Intelligenz ist noch recht jung. Es war die hohe Aggressivität in der US-Gesellschaft, die den Autor Daniel Goleman, einen an der Harvard-Universität lehrenden Psychologen, zu den Recherchen für dieses Buch anregte. Das Resultat ist auch hierzulande bereits ein Klassiker der psychologischen Literatur und das völlig zu Recht: Trotz seines wenig griffigen Themas ist das Buch sehr angenehm zu lesen, und die vielen Beispiele erhellen Golemans Theorie aufs Beste. Massenphänomene wie Depressionen oder Gewalt in Familien wurzeln häufig in Gefühlsdefiziten, die möglichst früh bekämpft und behandelt werden sollten. Der Autor weist diese Aufgabe vor allem den Schulen und dem Gesundheitssystem zu. Er liefert aber auch eine Fülle praktischer Hinweise, wie der Leser selbst seine emotionale Intelligenz trainieren kann, sei es zu Hause oder am Arbeitsplatz. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die ihren EQ erhöhen wollen.
spannend und anregend - Das Buch ist absolut lesenswert und bringt für mich, die in den 90er Jahren etwas Pädagogik und Psychologie studiert hat, haufenweise neue Erkenntnisse, auch für den täglichen Gebrauch: 7 Intelligenzen, Tipps zum Verhalten bei Wut, Sorge und Trauer, Emotionen bei Leistungssportlern, Prüflingen, Optimisten bzw. Pessimisten, Kinderschändern (!), Warnsignale für gefährdete Ehen, Tipps bei gefährdeten Ehen oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz...Das Problem des Buches ist nur seine Organisation: kein Stichwortverzeichnis, keine aussagekräftigen Überschriften für die behandelten Themen. Da lege ich mir beim Lesen das Stichwortverzeichnis selbst an, denn es lohnt sich stellenweise auch, es ein zweites Mal zu lesen.
Goleman - Psychologe und Ratgeber über Gefühle und das menschliche Gehirn - Lange Zeit hatte ich Goleman im Verdacht, ein selbsternannter Guru einer neuartigen gehypten Modeströmung namens Emotionaler Intelligenz zu sein. Weit gefehlt!Goleman, der ein ausgebildeter Psychologe und beruflich Journalist ist, fasst in hervorragender Weise die wissenschaftliche Erforschung des menschlichen Gehirns und menschlicher Emotionen/Gefühle in diesem Buch zusammen. Dabei vergisst er jedoch nicht, auf die praktischen Auswirkungen dieser Forschung einzugehen und schafft es überdies, die abgehandelten Themen in einer für den Laien durchaus verständlichen Sprache zu formulieren.So präsentiert dieses Buch Neuigkeiten aus der Neurobiologie (z.B. Zusammenhang emotionales und kognitives Denken in verschiedenen Gehirnarealen) sowie der Psychologie (z.B. geistige Krankheitsbilder wie Psychosen, Depressionen und deren Heilung) und fungiert weiters als Ratgeber zu den Themen Umgang mit (eigen und fremden) Emotionen, Beziehungen/Ehe und Kindererziehung. Goleman bezieht sich durchgehend auf Beispiele aus der Praxis, die meist in Zusammenhang mit emprischen wissenschaftlichen/klinischen Studien stehen. Dies scheint den Laien manchmal zu überfordern, war mir ab sehr wichtig, da ich so sichergehen konnte, dass Goleman eben nicht ein selbsternannter Guru ist, der sich uU mit fremden Lorbeer schmückt.Goleman selbst schreibt am Anfang seines Buches, dass menschliche Emotionen in der Psychologie als Forschungsfeld arg vernachlässigt wurden. Gerade in der heutigen emotionsfeindlichen Leistungsgesellschaft scheint daher die Erforschung der Emotionen und der intelligente Umgang mit diesen Emotionen wichtig wie nie zuvor zu sein. Goleman leistet daher mit seinem populärwissenschaftlichen Werk einen extrem wichtigen Beitrag, dieses Thema der breiten Masse näherzubringen. Fazit:Wissenschaftliche Erkenntnisse über die biologischen Mechanismen unserer Emotionen und deren praktische Bedeutung in leicht verständlichen Formulierungen, so dass das Buch phasenweise einen hervorragenden Ratgeber abgibt! Gäbe es sechs Sterne....
Fähigkeit zu Empathie und Fürsorge - Seit Anfang des 20. Jahrhunderts galt der Intelligenz Quotient (IQ) als Maßstab für Erfolg. Die „akademische Intelligenz“ hat jedoch mit unserem Gefühlsleben kaum etwas zu tun. So sagt der IQ über den Erfolg eines Menschen im Leben nur wenig aus. Nach neuesten Untersuchungen trägt er lediglich 20 Prozent zu den Faktoren bei, die den Lebenserfolg ausmachen. Daniel Goleman, Harvard-Professor für Psychologie, Herausgeber der Zeitschrift „Psychology Today“ und verantwortlicher Redakteur für Psychologie und Neurowissenschaften bei der New York Times, ist davon überzeugt, daß in unserem Zeitalter die Kräfte und Fähigkeiten des Herzens genauso lebenswichtig sind, wie die des Kopfes. Wie Rationalität, Mitgefühl und Selbstbeherrschung ins Gleichgewicht gebracht werden können, beschreibt er in seinem Bestseller „Emotionale Intelligenz“. Dabei greift er gekonnt auf die Erkenntnisse der Neurowissenschaften zurück. Goleman popularisiert die Theorie der emotionalenIntelligenz, die von Peter Saloney (University Yale) und John Mayer (University New Hampshire) auf Grundlage der Entdeckung von Joseph Ledoux (University New York) entwickelt wurde. Ledoux hatte 1990 in wissenschaftlichen Untersuchungen entdeckt, daß ein Teil der Stimuli, welche Emotionen hervorrufen, nicht auf der Ebene des Kortex verarbeitet wird, sondern in einem kleinen mandelförmigen Organ (Mandelkern), das in den Windungen unseres Gehirns liegt. Dadurch konnte erstmals bewiesen werden, daß sich ein Teil der emotionalen Reaktionen der rationalen Kontrolle entzieht. Aus diesem Grund fällt es schwer, sich bei intensiven Gefühlen wie Zorn, Wut, Eifersucht, Angst und so weiter zu beherrschen. Doch anstatt sich darüber aufzuregen, ist es nach Goleman besser, dieser Rollenverteilung Aufmerksamkeit zu schenken, die Emotionen umzuleiten und zu kanalisieren, sie also für Zwecke einzusetzen, welche positiv sind - im Privatleben genauso wie im Beruf.Fazit: Mit „Emotionaler Intelligenz“ zeigt Daniel Goleman anhand vieler Praxisbeispiele (in typisch amerikanischer Manier), welchen Nutzen uns das Konzept der emotionalen Intelligenz zu bringen vermag. „Emotionale Intelligenz“ ist aber auch ein Buch, das selbst in 40millionenfacher Auflage die Welt nicht grundlegend von heute auf morgen zu verändern vermag. Es kann dem geneigten Leser jedoch helfen, das Bewußtsein von sich selbst zu vertiefen, mit schmerzlichen Emotionen besser fertig zu werden, Impulse zu unterdrücken und Stimmungen zu regulieren, trotz Frustration Hoffnung und Ausdauer zu bewahren und die Fähigkeit zu Empathie und Fürsorge für andere, zu Kooperation und sozialer Bindung zu stärken. Und das ist schon Einiges.
Grundlagenliteratur zur Emotionalen Intelligenz - Das Buch Emotionale Intelligenz von Daniel Goleman ist ohne Frage ein Meilenstein der Erforschung und Erklärung von Emotionen. Ich selbst habe das Buch im Jahr 2000 gelesen, um einen populärwissenschaftlichen, leicht verständlichen Einstieg in das Verständnis menschlichen Verhaltens zu bekommen. Mittlerweile hat der von Goleman geprägte Begriff bereits Eingang in die Liste der beruflichen Sozialkompetenzen gefunden.Goleman möchte klarmachen, dass Gefühle nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig für unser Leben sind, solange sie uns nicht überwältigen. Wir müssen sie daher steuern und ihre Energie positiv für uns nutzen. - Angst, Zorn und Wut sind nichts weiter als Jahrtausende alte, einprogrammierte Reaktionen des Gehirns, die eigentlich mal dazu gedacht waren, uns vor dem Aufgefressen werden zu bewahren. Der emotionale Mandelkern reagiert dabei durch eine Abkürzung wesentlich schneller als der rationale Neokortex und überschüttet das Gehirn mit Emotionen. Es bringt meist nur eine scheinbare Befreiung, dem Zorn freien Lauf zu lassen, denn es ist vordergründig angenehm. Wichtig sind das Zuhören und Beruhigung, Akte der Empathie, die die Spannung abbauen. Entsteht Überflutung, sollte man den Streit für 20 Minuten unterbrechen.- Besorgtheit dient zum stummen Durchprobieren dessen, was schiefgehen könnte, um damit vorher fertig zu werden, ist also eigentlich sinnvoll: Gefahren werden antizipiert, bevor sie auftauchen. Problematisch sind die Sorgen, die sich im Kreis drehen und zu keiner (neuen) Lösung führen. - Trauer ist in Maßen absolut sinnvoll: Sie ermöglicht durch die kurzzeitige Abkehr vom Leben ein Anpassen auf die neue Situation.- Angst untergräbt den Verstand. Das war sogar mal sinnvoll, weil man nicht lange überlegen sondern handeln sollte, um nicht gefressen zu werden.- Hoffnung ist die Überzeugung, dass man sowohl den Willen als auch die Möglichkeiten hat, seine Ziele zu erreichen. Hoffnungsvolle Menschen sind fähig, sich selbst zu motivieren, sie sind überzeugt, so einfallsreich zu sein, dass sie Wege finden werden, ihre Ziele zu erreichen, und wenn das unmöglich wird, diese anzupassen. Optimisten führen eine Niederlage auf etwas zurück, dass sie ändern können. Was zum Erfolg führt, ist die Kombination aus etwas Begabung und der Fähigkeit, bei Niederlagen weiterzumachen.Die Grundlage der Empathie ist Selbstwahrnehmung! Empathie setzt eine gewisse Gelassenheit voraus, damit das emotionale Gehirn die Signale des Empfindens eines anderen Menschen aufnehmen und nachahmen kann. Emotional Intelligente wissen den emotionalen Austausch zu steuern, als beliebt bezeichnen wir Menschen, mit denen wir gern zusammen sind, weil wir uns dank ihrer emotionalen Geschicklichkeit wohl fühlen.Sich darüber hinaus selbst treu zu bleiben ist eine wichtige Fähigkeit, dank derer man ohne Rücksicht auf die gesellschaftlichen Folgen gemäß seinen tiefsten Überzeugungen und Wertvorstellungen handelt. Solche emotionale Integrität kann bspw. dazu führen, dass man bewusst eine Konfrontation herbeiführt, um mit Selbstverleugnung und Doppelzüngigkeit Schluss zu machen.