
Schon der Vorgänger war mau - etwas für Esotheriker - Nachdem ich mich durch die Emotionale Intelligenz von Goleman gequält hatte, war ich ehrlich nicht begeistert (s. meine Rezension dazu). Aber immerhin war das Thema damals neu, und als solches war das Buch lesenswert, wenn auch wenig informativ.EQ2 ist in meinen Augen kein Glücksgriff für Goleman. Was ist an diesem Buch neu? Zahlreiche neue Beispiele, etwas mehr Esotherik, viele Worte. Wem diese Art gefällt, der wird hier sicher finden, was er sucht.Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, empfehle ich unter all den vielen Büchern zu diesem Thema vor allem eines, das an fundiertem Wissen und schlüssiger Argumentation heraussticht: das Buch Emotionale Kompetenz. Gehirnforschung und Lebenskunst vom Spektrum Verlag, der Klassiker dieses Themas. Dort wird Golemans ehemals neue Herangehensweise aktualisiert und so dramatisch erweitert, daß man sich oft sagt: genau so gehts mir, das kenn ich, oder so wollte ich das auch immer sagen!Retrospektiv könnte ich Golemans Emotionale Intelligenz evtl. sogar drei Sterne geben, um es stärker von diesem Buch abzuheben. EQ2 läßt mir nicht viel Hoffnung auf weitere Bücher von Goleman.
Jeder kann lernen, besser zu werden. - D. Goleman wagt mit der Veröffentlichung seiner Idee, seines Wissens und seiner Kompetenz den Schritt zur Verwirklichung der Emotionalen Intelligenz in Kommunikation, Führungsstil und in der Organisation. Emotionale Intelligenz: das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen. Hier definiert der Autor jene Fähigkeiten, die sich von der akademischen Intelligenz von rein kognitiven, vom IQ gemessenen Fähigkeiten unterscheiden, diese allerdings ergänzen. In der intellektuellen und in der emotionalen Intelligenz äußert sich für den Autor die Aktivität unterschiedlicher Teile jeden Gehirns. D. Goleman s Version von Emotionaler Intelligenz umfasst 5 grundlegende emotionale und soziale Kompetenzen:Selbstwahrnehmung: Wissen, was der Einzelne im Augenblick empfindet und diese Empfindungen in die eigenen Entscheidungen mit einbeziehen. Selbstregulierung: Mit seinen Emotionen so umzugehen, dass sie den Emotionsträger in seinem Aufgaben nicht stören, sondern diese erleichtern. Dazu zählt er auch, gewisse Gratifikationen aufzuschieben, um sein Ziel zu verfolgen. Resilienz gehört ebenso dazu. Motivation sich von seinen tiefsten Präferenzen in Richtung auf seine Ziele drängen und leiten lassen, initiativ zu werden, anstreben, sich zu verbessern und angesichts von Rückschlägen und Frustrationen nicht aufzugebenEmpathie: Zu erspüren,was andere erleben und sich fähig zeigen, sich in deren Lage zu versetzen sowie persönliche Kontakte mit anderen Menschen unterschiedlicher Prägung zu pflegen.Dazu gehört auch in Beziehung souverän mit Emotionen umzugehen, emotionale Situationen und Beziehungsgeflechte punktgenau zu erfassen und mit anderen reibungslos zu interagieren - wenn diese es wollen. Und welche Kompetenzen sagt man den Leistungs-Assen nach? D. Goleman nennt zwei Stufen der beruflichen Kompetenz und daher zwei Arten von Kompetenzmodellen. Zum einen handelt es sich um Schwellenkompetenzen, die Menschen brauchen, um ihren beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein. Es sind Fähigkeiten, die mindestens erforderlich sind, um die mit einer bestimmten Position verbundenen Aufgaben erfüllen zu können. Die andere Art von Kompetenzmodell beschreibt unterscheidende Kompetenzen, jene Fähigkeiten, durch die sich Leistungs-Asse vom Durchschnitt abheben. Es sind dies Kompetenzen, die Menschen benötigen, um überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen. So fand man heraus: Bei den Leistungs-Assen waren größere Stärken in rein kognitiven Fähigkeiten um 27 % häufiger als beim Durchschnitt, größere Stärken in emotionalen Fähigkeiten aber um 53 % häufiger. Mit anderen Worten: Emotionale Kompetenzen trugen zur Höchstleistung doppelt so stark bei wie reiner Intellekt und fachliche Kenntnisse.D. Goleman s Buch verkündet insgesamt viele gute Nachrichten. Eine davon heißt: Gleichgültig in welchen Kompetenzen wir schwach sind, wir können stets lernen, besser zu werden. Wer besser werden will, kann sich mit des Autors Buch dazu verhelfen, sich der praktischen, wissenschaftlich gestützten Anleitungen, wie man ein Leistungs-Ass wird, bedienen. Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:Jenseits des Sachverstandes Der neue Maßstab Kompetenzen der Leistungs-Asse Der harte Beweis für weiche FähigkeitenSelbstmeisterung Der innere Kompass Selbstkontrolle Was uns bewegtMenschenkenntnis Das soziale Radar Die Kunst der Beeinflussung Zusammenarbeit, Teams und Gruppen-IQEin neues Lernmodell Der Milliarden-Dollar-Irrtum Beste Praktiken Die Emotional-intelligente Organisation Den Unternehmen den Puls fühlen Die Schlüsselfaktoren des ErfolgesAbschließende ÜberlegungenFür die erew BIBLIOKOM Dr. Karl-J. Kluge
Das Buch kann Augen öffnen! - Beschreibt der Autor im Buch Emotionale Intelligenz das Thema eher von der theoretischen Seite, geht er im Der Erfolgsquotient auf die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ein und er zeigt dabei, daß es in vielen Bereichen, privat und geschäftlich, sehr viel besser gestellt wäre, wenn mehr emotionale Intelligenz im Spiel wäre.Das Buch muß allen Personalchefs die Ohren klingen lassen, zu lange wurde versäumt, auf diese Eigenschaften Wert zu legen.Ein unglaublich ausführliches Buch, ernsthaft in jeder Hinsicht, sehr empfehlenswert und das Gute dabei ist (beim ersten Durchlesen hat das Buch wohl niemand verinnerlicht), man kann sich einzelne Kapitel herausgreifen, nochmal lesen, reflektieren und versuchen, das Gelesene im eigenen Bereich anzuwenden.Ein Buch, das Hoffnung macht, daß endlich mehr Gefühl einzieht in unsere geschäftlichen und privaten Beziehungen.
langatmig, ohne Hinweise für die Umsetzung - Dieses Buch beinhaltet eine erschöpfend und langweilig umfangreiche Faktensammlung aus verschiedensten nicht gewichteten oder kritisch bewerteten Untersuchungen.Hinweise zur Umsetzung im realen Leben fehlen völlig! Hier gibt es nur Berichte von Fallbeispielen.Fazit: Zu langatmig und kein Ratgeber.Viel empfehlenswerter: Emotionale Kompetenz von Claude Steiner (ISBN: 3423085525)
Kein Ratgeber, nur Stoffsammlung - Dieses Buch enthält eine aus der Fachliteratur zusammengetragene Sammlung unzähliger und auf die Dauer langweiliger und ermüdender Beispiele, wie Emotionen im Geschäftsleben wirken. Die Fallbeispiele werden unreflektiert, ohne Diskussion der Methode, Wertung der Quelle usw. aufgeführt. Irgendeinen Rat für die praktische Umsetzung wird man in diesem Buch völlig vergeblich suchen.Also was soll das ganze, wenn es keine Anleitung zur Umsetzung der Phrasen bietet?