
Anschreiben unbrauchbar - Wir haben das Buch auch wegen der sehr guten Rezensionen gekauft. Wenn ich jedoch hier die Rezensionen so lese, da geht mir ja der Hut hoch.(Verlagsmitarbeiter?)Die Beispiele für die Anschreiben halte ich für völlig unbrauchbar. Die Formulierungen sind teilweise derart billig, dass man meint, man lese ein Negativbeispiel in den Konkurrenzbüchern von Hesse&Schrader oder Püttjer&Schnierda. Umgangssprachschatz wie z.B. Prima gehört einfach nicht in ein Anschreiben. Ebenso sind teilweise vermessene und unverschämte Behauptungen in den Anschreiben enthalten.Beispiele:In Situationen, in denen alles drunter und drüber geht, bewahre ich den Blick fürs Wesentliche. - Will man unterstellen, es ginge in der Firma drunter und drüber?Wenn Sie darüber hinaus Wert auf Freundlichkeit und Humor legen, dann passen wir prima zusammen - als Bewerbungsvorlage an einen Prof. am Max-Planck InstitutFreuen Sie sich, denn hier kommt Ihre Fachkraft für all diese Aufgaben.--> Was bitte sagt dieser Satz aus?Ich könnte noch viele weiter nichtssagende, anmaßende oder umgangssprachlich formulierte Sätze hier aufschreiben.Auch die Wahl der Beispiele finde ich nicht besonders gelungen. Gerade wo in Deutschlang mehrere hunderttausend Menschen im Einzelhandel tätig sind, fehlt für diese Berufsgruppe eine Beispielbewerbung völlig. Dafür wird nahezu jede Randgruppe bedient.Positiv ist der Schlußteil des Buches mit Synonymen für sich oft wiederholende Begriffe. Die Lebensläufe sind auch ok.Der Preis ist ja in Ordnung, aber ich glaube nicht, dass von den positiven Rezensenten jemand mit einem Anschreiben aus dem Buch einen Job gefunden hat.Insgesamt leider negativ, denn wenn das Anschreiben misslungen ist, wird der Rest der Bewerbung meist gar nicht mehr gelesen. Da helfen dann auch keine guten Noten und kein schön gestalteter Lebenslauf.
Empfehlenswert mit Einschränkungen - Vor mir liegt nun der Bewerbungsratgeber, bei dem man vermutlich die meisten Seiten für sein Geld bekommt. 340 Seiten! Und dünnes Papier! Und ganz kleine Schrift. Ich vermute mal, dass schon das den einen oder anderen davon abhält, den Wälzer zu kaufen oder gar zu lesen. Aber ich wills trotzdem versuchen.Bei einem Blick in das Inhaltsverzeichnis wird schnell klar: Wo Duden drauf steht, ist auch Duden drin. Der Umfang der behandelten Themen ist riesig, alles ist genau sortiert und wird einzeln behandelt. Das Inhaltsverzeichnis umfasst selbst 9 (!!!) Seiten. So viel dazu.Optisch ist der Wälzer ansprechend und dezent, ein Softcoverumschlag in frühlingshaftem Grün (zumindest in der 2. Auflage von 2007). Auch innen die totale Seriosität: Kein bunt, kein Schnickschnack - blau und schwarz, kleine Schrift, aufgeräumtes Layout, blau unterlegte Info-Boxen. Mehr braucht man ja auch im Grunde nicht. Ein Lesevergnügen solls wohl auch nicht sein, es geht ja um eine ernste Angelegenheit.Nun aber zum Inhalt: Vorbildlich wird mit Bemerkungen zur Stellensuche und Selbsteinschätzung begonnen. Harte und weiche Qualifikationen werden erklärt, toll finde ich die Beispiele in den blauen Boxen, dort werden reale Beispielsituationen verschiedener Bewerber-Typen (z.B.: Martin Langer hat Fortwirtschaft studiert [...], Lisa Reich hat gerade ihre Promotion im Fach Archäologie beendet [...]dargestellt. So kann man sich in eine echte Situation hineinversetzen und gleichzeitig lernen, dass jede Biographie eine andere Art der Bewerbung notwendig macht. Für die Stellensuche werden unter anderem pauschal Online Stellenbörsen empfohlen, allerdings ohne konkrete Linktipps. Das ist aber im Grunde gut so, denn die Stellenbörsen-Landschaft verändert sich schnell. Eine aktuelle Liste findet sich unter dem angegebenen Link zur Duden-Homepage. Eine gute Lösung!Positiv hervorzuheben sind der Teil über den Umgang mit Mängeln in der eigenen Biographie, die Checkliste auf Vollständigkeit der Unterlagen (auch wenn die sehr gern gesehene Fachkenntnis-Übersicht total fehlt), ein ausführliches Kapitel zu Arbeitszeugnissen sowie ein Hinweis auf den Umgang mit Zeugnissen aus der DDR-Zeit.Zum ungeliebten und in der Tat schwierigen Thema Anschreiben finden sich im Duden-Ratgeber ganze 30 Seiten Hinweise, Erklärungen und Tipps. Hier gehts wie auch in den anderen Teilen des Buches, ins kleinste Detail: Hinweise zur Schriftart, die empfohlene Seitenrandgröße, Schreibweise des Datums und so weiter. Der Duden eben. Der Ratgeber lässt sich also auch prima für jede andere Form der schriftlichen Kommunikation verwenden. Schaden können die Ratschläge jedenfalls nicht. Die Textbausteine helfen bei Gliederung und inhaltlicher Orientierung des Anschreibens - oft das größte Problem beim Erstellen einer Bewerbung. Sehr nützlich sind auch die vielen Beispiel-Texte. Problematisch finde ich den Hinweise an verschiedenen Stellen, dieses der jenes Detail könne direkt zu einer Absage führen. Das ist übertrieben und stimmt nicht. Natürlich sollen sich Bewerber möglichst viel Mühe geben um sich von der besten Seite zu zeigen. Aber ich bezweifle, dass man eine Absage erhält, weil man einen Namen falsch schreibt. Zudem fallen die Unterschiede eines Papier-Anschreiben im Vergleich zu einem E-Mail-Anschreiben völlig unter den Tisch. Dieses Thema sollte aber in einem modernen Ratgeber unbedingt behandelt werden. Dafür gibt es Minuspunkte.Sehr gut und ausführlich wird auch das Thema Initiativbewerbung behandelt, es folgen ein paar kurze Hinweise zur Gestaltung des Deckblattes mit entsprechenden Beispielen. Intensiv wird auch die Erstellung des Lebenslaufes besprochen. Die meisten Hinweise sind richtig, leicht verständlich und praxisnah. So wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass es unnötig ist, Angaben über seine Eltern zu machen. Besonders, wenn man über 25 Jahre alt ist.Ein strittiges Thema ist die so genannte dritte Seite. Frau Engst umgeht das Problem, indem Sie die Seite Erklärungsseite nennt und darauf hinweist, dass diese nur sinnvoll ist, wenn man auch wirklich etwas zu sagen hat. Phrasen, Lebensmotti und andere wenig hilfreiche Sprüche gehören nicht in eine Bewerbung sondern sind in den meisten Fällen eher peinlich. Allerdings fehlt hier der Hinweise auf eine Detailübersicht der Fachkenntnisse, die vor allem bei technischen Berufen sehr nützlich ist.Enttäuschend für einen Bewerbungsratgeber aus dem Jahr 2007 sind die nur 6 Seiten zum Thema E-Mail-Bewerbung, die auch noch mit dem Hinweis beginnt, die Mappe sei immer noch vorzuziehen. Zum Glück gibt es aber auch die Bemerkung, bei IT-Firmen solle man sich schon digital bewerben. Die Tipps zur E-Mail sind allesamt gut und empfehlenswert. Dennoch fehlen viele wichtige Hinweise, zum Beispiel zum Thema Netiquette und Gestaltung einer E-Mail, zu Anredeformulierungen und Ähnlichem. Dort sollte in einer neueren Ausgabe mehr Gewicht liegen.Immerhin gibt es auch ein Kapitel zu Online-Formular-Bewerbungen. Der Teil ist im Grunde in Ordnung. Aber: der wichtigste Hinweis, die wesentlichen Schlagworte seines Profils mehrmals und eindeutig zu nutzen, fehlt. Denn gerade die große, beliebten Unternehmen nehmen zum Teil ausschließlich Online-Bewerbungen entgegen. Die Personaler durchsuchen die Datenbank und finden nur, was richtig verschlagwortet ist. Weil dieser wichtige Punkt fehlt, gibt es auch hier Abzugspunkte.Zum Vorstellungsgespräch hat die Autorin viele nützliche Hinweise zusammengestellt, allerdings nehmen die im Verhältnis zu anderen Themen im Buch einen sehr kleinen Teil ein (30 Seiten für das Anschreiben). Dabei ist doch so ein Gespräch für Bewerber meist sehr aufregend und mit viel Unsicherheit belegt. Immerhin endet das Kapitel mit einer sehr schönen Zusammenstellung der 12 wichtigsten Fragen mit Hinweisen zur Beantwortung, ohne dabei vorformulierten Antworten zu geben. Kaum Hinweise finden sich zu Verhalten, Kleidung und einigen anderen Themen, die Bewerber oft verunsichertZum Schluss des Ratgeberteils wird auf das Thema Reisekostenabrechnung eingegangen: Das ist eine gute Idee, wird es doch sonst nicht behandelt, obwohl Bewerber doch oft mit der Frage kämpfen, wie sie mit der heiklen Frage nach der Erstattung der Kosten umgehen sollen.Damit wären wir am Ende des Ratgeberteils des Buches angekommen. Über die Hälfte besteht allerdings zusätzlich aus Sprachhinweisen, so kommt man dann auf die stolze Seitenanzahl. Das lässt leider die Vermutung aufkommen, man wolle Seiten füllen, damit der Ratgeber wertvoll und groß erscheint. Die Sprachtipps à la Duden sind zwar nützlich, aber nicht notwendig. Meiner Meinung nach überflüssig.Das Bewerberblog-Fazit zum Duden-Ratgeber: Seriöser geht es kaum, Frau Engst hat ein beeindruckend umfangreiches Buch geschrieben. Die meisten Hinweise sind nützlich, praxisnah und gut umzusetzen. Leider kommt der Internet-Teil des zeitgemäßen Bewerbens deutlich zu kurz. Zudem ist der umfangreiche Sprachteil nicht notwendig. Der Ratgeber ist für Akademiker zu empfehlen, die kein Problem mit textlastigen Büchern haben, ein fundiertes Grundwissen über das Verfassen von Bewerbungen schon besitzen und sich mit kleinsten Details Ihrer Bewerbung auseinandersetzen wollen oder müssen. Eine Link- oder Literaturliste zum Thema Bewerben, Stellensuche oder ähnlichem fehlt leider völlig.
enttäuschend - Ich habe mir das Buch aufgrund der vielen positiven Rezensionen gekauft. Leider muss ich sagen, dass es mir nicht wirklich weitergeholfen hat. Die Beispiel-Anschreiben sind meiner Meinung nach absolut unbrauchbar. Die Formulierungen sind teilweise dermaßen unverschämt, dass ich diese Briefe als Personalverantwortliche sofort entsorgen würde. Andere klingen dagegen einfach nur verzweifelt oder überheblich. Keiner dieser Beispieltexte war auch nur annähernd überzeugend. Auch die übrigen Beispielformulierungen sind nichts Neues und in jedem anderen Ratgeber zum Thema Bewerbungen zu finden.Drei Sterne erhält das Buch für das Glossar und die sonstigen nützlichen Tipps - aber das, was ich eigentlich erwartet hatte, wurde nicht erfüllt.
Kurz und gut, alles Wichtige drin. - Ich finde, dass dieses Buch übersichtlich geliedert ist, sehr viele hilfreiche Tipps gibt und sich wirklich für jeden eignet, der sich irgendwo gut bewerben möchte.
Sehr empfehlenswert! - Wie meine Vorredner auch, kann ich das Buch sehr empfehlen. Die Tipps sind wirklich sehr hilfreich und anhand von Beispielen sehr gut erklärt. Ich denke alles andere wurde schon mehrfach gesagt.Allerdings stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn ich sehe das Leute immer noch unterstreichen bei Drucksachen. Bei handschriftlichen Unterlagen mag das in Ordnung sein - da hier kaum andere Gestaltungstechniken möglich sind - aber am PC kann man das bitte anders machen (verschiedene Schriftschnitte, bold, italic, sperren etc.)!